sind meist aerob lebende Bakterien. Sie bilden mit den Streptomyceten zwei
Gattungen innerhalb der Klasse der Actinobacteria. Sie werden auch als
"Strahlenpilze" bezeichnet, da das myzelartige Wachstum dieser Bakterien an Pilzkolonien erinnert.
Aktino- und Streptomyceten stellen einen wesentlichen Bestandteil der Bodenmikroflora dar.
Adenosin-triphosphat (ATP)
ist eine sehr energiereiche chemische Verbindung, die in lebenden Zellen die für
physiologische Prozesse notwendige Energie bereitstellt. Man kann ATP vereinfacht als eine
Art "chemische Batterie" lebender Zellen bezeichnen.
Durch die Abspaltung der Phosphate wird die Energie freigesetzt und Adenosin-triphosphat (ATP) zu
Adenosin-diphosphat (ADP) - machmal auch weiter zu Adenosin-monophosphat (AMP) - umgesetzt.
Die Regeneration des ATP Moleküls geschieht in einem enzymkatalysierten Prozess, dessen Energie
entweder aus der Atmung, der Photosynthese oder aus Gährungsprozessen stammt.
aktive Höhle
Höhle die vom Wasser durchflossen wird und sich durch dessen Arbeit vergrößert.
Anhydrit
Anhydrit - Steinbruch.
ist ein Sediment - Mineral und bildet sich oft als Verdunstungsprodukt von Meerwasser.
Anhydrit wird von Gipsspat und / oder Calcit begleitet. Wichtige Fundorte sind unter anderem
Staßfurt und Wathlingen in Deutschland, Wieliczka in Polen Simplon und St.Gotthard in der
Schweiz und Chihuahua in Mexiko.
Aragonit
Aragonit ist eine Modifikation des Calciumcarbonats (CaCO3).
Es handelt sich hierbei um eine rhombisch kristalline Modifikation
mit einem Härtegrad von 3,5 bis 4.
Der Bergmann, 'befuhr' mit 'Fahrten' (Leitern) seine Grube. In Anlehnung daran
befährt auch der Höhlenforscher eine Höhle - gleichgültig, ob gegangen, gekrochen
oder auf Leitern geklettert wird.
Brocken
Der Brocken.
Der Brocken liegt in Sachsen-Anhalt und ist mit 1.141,1
Metern der höchste BergNorddeutschlands und des Harzes.
Der Hochharz selbst ist als Nationalpark ausgewiesen, große Teile des
Brockens sind als Naturschutzgebiet geschützt.
Das Brockenmassiv ist aus Granit. Roßtrappe und Bodekessel sind Granit. Die fast
senkrechten Granitfelsen des Bodekessels machten das Gebiet des Bodetales zwischen Treseburg
und Thale bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts unzugänglich! J.W.von Goethe sah im Granit das
Urgestein, so wie er eine Urplanze suchte. Er stand damit nicht allein. Es gab seinerzeit
eine ganze Reihe von Geologen, die ebenfalls im Granit das Urgestein sahen und meinten,
der Erdkern sei aus Granit! Saß man z.B. auf dem Granitfelsen der Teufelskanzel auf
dem Brocken, glaubt man Granit unter sich bis zum Mittelpunk der Erde und fühle sich
damit im Kontakt mit dem Erdkern. Auch ein Blick in den unzugänglichen Schlund des
Bodekessels, so wie ihn Ludwig Richter gemalt hat, soll dem Betrachter das Erschauern
über den Blick in die unergründlichen Tiefen des Granits vermitteln.
Heute ist es bekannt, der Erdkern ist nicht aus Granit. Granit ist nicht das
Urgestein des Harzes. Das Gebiet des Bodekessels ist mit technischen Mitteln zugänglich
gemacht worden. Die senkrechten Granitwände bleiben imposant. Moderne Geologie und
technischer Fortschritt haben dem Granit einen Teil seines Mythos genommen
biogen
Biogen bedeutet biologischen oder organischen Ursprungs.
Durch Mischungskorrosion entstandene Hohlform an der Höhlendecke.
Deister
Der bis zu 405 m hohe Deister, der in Niedersachsen südwestlich von Hannover liegt,
ist der nördlichste Höhenzug des Niedersächsischen Berglandes. Er gehört zu den Landkreisen
Hannover, Schaumburg und Hameln-Pyrmont.
Der Deister hat eine hercynisch ausgeprägte Streichrichtung. Er bildet den Nordostflügel
einer großen Sattelstruktur. Einem Riegel gleich trennt der dichtbewaldete Höhenzug mit dem
südöstlich anschließenden Kleinen Deister und dem Osterwald die flache
Calenberger Lößbörde
vom den Siedlungskammern des Ith, des Süntel und der Bückeberge ab.
Doline
Einsturzdoline - in Baden.
Abgeleitet von dem Slowenischen Wort 'Dolina'
für Tal, auch Karsttrichter genannt. Bezeichnet kesselförmige Einsenkung oder
auch Einbrüche im Karstgebiet.
Devon
Das Devon ist als geochronologische Einheit eine zeitliche Periode innerhalb des Paläozoikums.
Es begann vor etwa 416 Millionen Jahren und endete vor 359 Millionen Jahren. Als chronostratigraphische
Einheit ist es ein System, das alle Gesteinsbildungen innerhalb dieses Zeitabschnitts repräsentiert.
Sein Name leitet sich von der englischen Grafschaft Devonshire ab.
Dolomit
Dolomit ist ein zur Gruppe der Karbonate gehöriges weissgraues bis hellbraunes
Mineral mit der chemischen Zusammensetzung CaMg(CO3)2,
mit einer Härte zwischen 3,5 und 4.
Druse
Druse - Bebertal.
Als Druse oder Geode bezeichnet man Hohlräume in
Gestein, die mit Kristallen verschiedener Arten gefüllt sein können. Bei der Druse
ist dabei die Wand des Hohlraums von Kristallen bedeckt, bei der Geode dagegen ist
der gesamte Innenraum von Kristalle ausgefüllt. Die Bezeichnung kommt von dem althochdeutschen
Wort druos, was soviel wie Drüse oder Beule bedeutet. Entstehung:
In durch vulkanische Prozesse entstandene Hohlräume sickert stark mineralhaltiges
Wasser ein, was im Laufe der Zeit zur Bildung von Kristallen führt.
Ein Eiskeil (auch Frostkeil) ist ein mit Eis, Bodenpartikeln und organischem Material gefüllter Riss
im Boden von Dauerfrostgebieten. Durch mechanische Spannungen entstehen in Permafrostböden Risse, in die
in Tauperioden Wasser, Bodenpartikel und organische Materialien einsickern. Diese gefrieren bei erneuten
Frostperioden und drücken dabei das umliegende Sediment auseinander. Durch Wiederholung des Vorganges
können im Verlauf von teilweise mehreren hunderttausend Jahren mehrere Meter breite und bis zu vierzig
Meter tiefe Keile entstehen. Dabei bilden sich baumringartige Strukturen, die exakt datierbar sind und
so Informationen zu Temperaturen, Niederschlagsmengen und durch eingeschlossene Luftblasen zur
Luftzusammensetzung der betreffenden Jahre liefern. Eiskeile stellen damit ein natürliches Klimaarchiv dar.
Eingeschlossene und umliegende konservierte Reste von Pflanzen und Tieren erlauben weitere
Rückschlüsse auf Umweltbedingungen und Ökosysteme der betreffenden Region.
Elm
Der Elm bei Königslutter.
Der Elm ist ein 25 km langer und 3-8 km breiter, bewaldeter Bergzug südöstlich von
Braunschweig in Niedersachsen. Seine maximale Höhe beträgt 323 m ü. NN am Kuxberg, unweit vom
Eilumer Horn und ca. 3 Kilometer vom Ort Erkerode entfernt. Das weitgehend siedlungsfreie Waldgebiet
mit dem größten Buchen-Hochwald Norddeutschlands und dem idyllischen Reitlingstal ist Teil des
Naturparks Elm-Lappwald. Geologisch ist der Elm hauptsächlich aus fossilienreichem
Muschelkalkgestein aufgebaut, das als Elmkalkstein seit dem Mittelalter ein begehrter Baustoff ist.
Endmoränen
entstehen, wenn sich am Rande eines Gleschers Abschmelzen und Eisnachschub die Waage halten.
Der Eisrand bleibt dann über längere Zeit stabil. Das Eis selbst bewegt sich aber nach wie vor.
Das aus dem Gletscher ausschmelzende Material lagert sich dann am Eisrand ab und baut nach und
nach die Endmoräne als Satzmoräne auf. Durch das austretende Schmelzwasser wird Feinmaterial
meist weggespült, so dass die Ablagerungen von Satzmoränen für gewöhnlich Grob sind (Kies,
Steine, Findlinge). Ein gut zu erreichendes Beispiel für die Endmoränenlandschaft der Weichsel-Eiszeit
befindet sich um Chorin (Brandenburg) 50km von Berlin. Eine Saale-Eiszeit Endmoräne
ist bespielsweise der Niedersächsische Göhrde-Höhenzug (Osthannov. Endmoräne) zwischen der
Lüneburger Heide und dem Wendland.
Erbsenstein (Pisolith)
Ansammlung von Kalkkügelchen Ooide mit Aragonit, welche an heißen Quellen durch schalige
Anlagerung um schwebende Fremdkörper enstehen.
Erdfall
Erdfall - Tosmarberg.
Oberflächenhohlform im Karstgebiet, die auf den Einsturz von Höhlen zurück geht;
oftmals mit Wasser zugelaufen.
Erdzeitalter
Erdzeitalter (Ären) oder Zeitalter sind in der Geologie die Untereinheiten der Äonen,
also Zeitabschnitte von vielen Jahrmillionen. Jede Ära unterteilt man weiter in
Systeme (Alter bzw. Perioden und Epochen).
Excentriques
Excentriques aus der Riesenberghöhle.
Tropfsteine die nicht nach den Gesetzen der Schwerkraft wachsen. Oft verdreht, aufwärts oder
hakenförmig. Die genaue Entstehung ist noch nicht hinreichend geklärt.
Gekrümmte Sinter aus Kalzit, die von einer Kapillare durchzogen und nicht durch
abtropfendes Wasser gebildet werden.
auch Erratischer Block genannt, (Geschiebematerial aus Skandinavien) ist ein heute zumeist
einzeln liegender großer Gesteinsblock, der durch Gletscherströme während der Eiszeiten
in seine heutige Lage verdriftet (transportiert und abgelegt) wurde. Die Grenze zwischen
Findling und den kleineren Geschiebe zieht man meist bei einem Volumen von einem Kubikmeter.
Fledermaus
siehe unter Fledertiere
Fledertiere
Fledermaus.
Die Ordnung der Fledertiere (Chiroptera)
unterteilt sich in die Gruppen Microchiroptera
(Fledermäuse) und Megachiroptera (Flughunde).
Die Fledertiere sind die einzigen Säugetiere und neben den Vögeln die einzigen
Wirbeltiere, die aktiv fliegen können. Weltweit gibt es ungefähr 900 Fledermaus-
und ca. 200 Flughundarten.
Fließfacetten
Muschelartige Lösungshohlformen an den Wänden turbulent durchströmter Höhlen.
Flughunde
siehe unter Fledertiere
Fossil
Fossil - Ammonit.
Als Fossil (lateinisch: fossilis - '(aus)gegraben')
bezeichnet man Zeugnisse vergangenen Lebens aus der Erdgeschichte, wie zum
Beispiel Versteinerungen. Früher auch Petrefakt genannt. Solche erdgeschichtliche Dokumente
können sowohl
körperliche Überreste (Körperfossilien) als auch Zeugnisse der Aktivität von
Lebewesen (Spurenfossilien) sein, die älter als 10.000 Jahre sind und sich somit einem
geologischen Zeitalter vor dem Beginn des Holozäns zuordnen lassen.
In der Paläontologie werden die Arten, die bis zur Wende Pleistozän/Holozän ausstarben als
fossil bezeichnet und den rezenten Arten gegenüber gestellt, denjenigen also, die heute noch leben
oder erst im Laufe des Holozäns ausstarben. Durch besondere Umstände sind manche fossile Lebewesen
nach ihrem Tod nicht verwest und zerfallen, sondern Bestandteile, Form und/oder Struktur blieben bis heute
zum Teil erhalten. Die fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas und Kohle sind ebenfalls
Überreste vorwiegend pflanzlicher Biomasse.
Foraminiferen
Foraminifera oder Foraminiferida oder auch Foraminiferen genannt, sind einzellige Lebewesen,
schalentragende Amöben aus dem Stamm der Wurzelfüßer (Rhizopoda), die zwischen
Bruchteilen von Millimetern und 15 Zentimetern groß werden können. Die wissenschaftliche
Bezeichnung leitet sich aus den lateinischen Wörtern für 'Loch'
(foramen)
Loch und 'tragen' (ferre) ab. Gegenwärtig existieren etwa 10.000 bekannte
Arten in 903 Gattungen, darunter benthische Foraminiferen mit 878 Gattungen, planktische Foraminiferen
lediglich mit 40-50 Arten in 25 Gattungen. Foraminiferen sind vorwiegend Bewohner des Meeres, wo sie frei in der Wassersäule
schweben planktische Lebensweise oder auf bzw. im Meeresboden benthische Lebensweise leben.
Beim Absterben der Muttertiere werden Millionen von Kleintiere freigelassen.
Gesteinshohlraum, dessen Wände ringsherum mit Kristallen besetzt sind. Im Allgemeinen
in Sedimenten entstanden (Tongruben). Siehe auch Drusen.
Geologie
Die Geologie ist die Wissenschaft vom Aufbau, von der Zusammensetzung und
Struktur der Erde, ihren physikalischen Eigenschaften und ihrer
Entwicklungsgeschichte, sowie der Prozesse, die sie formten und auch heute
noch formen.
Geosmine
sind als flüchtigen Stoffe für den charakteristischen Geruch frischer Erde
verantwortlich und können zum Beispiel auf gepflügten Feldern wahrgenommen werden.
Gips
Gips.
Gips ist ein farbloses bis weißes Mineral mit der chemischen Zusammensetzung
CaSO4, ist also chemisch gesehen Kalziumsulfat. Gips ist in Wasser
schwer löslich, hat eine sehr geringe Härte von 2 und kristallisiert im
monoklinen Kristallsystem.
Glaukonit
Glaukonit.
Glaukonit ist ein sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Silicate,
genauer ein Schichtsilicat (Phyllosilicat) mit Glimmertafeln, zusammengesetzt aus
tetrahedralen oder octahedralen Netzen. Er kristallisiert im monoklinen Kristallsystem
mit der chemischen Zusammensetzung (K,Na)(Fe3+,Al,Mg)2(Si,Al)4O10(OH)2 und entwickelt
fast ausschließlich plattige, massige bis erdige Aggregate von grüner Farbe, die auch
ins gelbliche oder bläuliche spielen kann.
Granat
Granat bezeichnet eine ganze Gruppe von Silikat-Mineralen. Strukturell sind Granate
Inselsilikate. Sie kristallisieren im kubischen Kristallsystem, ihre Härte
liegt je nach Zusammensetzung bei 6 bis 7,5. Die Farbe ist sehr variabel,
häufig aber rotbraun, gelbgrün oder schwarz, nie jedoch blau.
Die vulkanischen Vorgänge während der geologischen Entwicklung des Harzes
führten zur Entstehung unterschiedlichster Mineralien und Erze, die Grundlage für
den Bergbau in der Region waren.Im Erdaltertum bis vor ca. 400 Mio. Jahren
war auch die Harzregion von einem Meer überdeckt, auf dessen Grund sich Tonschiefer,
Grauwacke, Kieselschiefer, Kalk und Quarzit ablagerten.
Während der variszischen Gebirgsbildung in der Steinkohlenzeit Karbon
vor etwa 360 Mio. Jahren,die sich auf die Gebiete von der Bretagne über die Zentralalpen bis
nach Osteuropa erstreckte, wurde die Erdoberfläche zu Satteln und Senken gefaltet und aus dem Meer
herausgehoben. In Schwachstellen der Erdkruste drangen vor ca. 300 Mio. Jahren glutflüssige
Magmaströme ein, die nach Abkühlung als Granitmassive zurückblieben.
In der Periode des Rotliegenden liefen Abtragungsprozesse ab. Die Abtragungsprodukte
findet man heute in Form von Sandstein und Schieferton vor.
Das in Folge Abtragung eingeebnete und gesenkte variszische Gebirge wurde in der Zechsteinzeit
(vor ca. 250 Mio. Jahren) wiederholt vom Meer überflutet. Zechsteinmeer: Ablagerungen von Salzen
und Gips bildete.Spannungen in der Erdkruste waren Auslöser für die im Trias
vor ca. 220 Mio. Jahren) beginnenden und bis zum Tertiär (vor ca. 70 Mio. Jahren) hinein.
Durch horizontale Bewegungen kam es zur Überschiebung von Erdschollen.
Die Harznordrandstörung, war maßgebend für das Herausheben des Harzes. Weil er sich
dabei gleichzeitig nach Norden bewegte, wurden die jüngeren Ablagerungen am Nordrand steil
aufgerichtet und teilweise überkippt. Markantes Beispiel für diesen Vorgang ist die
Teufelsmauer.Während des Tertiärs unter subtropischen Klima sorgten
Abtragungsprozesse zur Einebnung des Gebirges. Das widerstandsfähigere Granitgestein
wurde freigelegt und bildet heute die Harzgipfel (z.B. Brocken).
Es entstanden die in der Aufrichtungszone am Harznordrand sind heute als geologische
Sehenswürdigkeiten (z.B.die "Teufelsmauer" bei Weddersleben und Neinstedt) zu
besichtigen.Im Quartiär (ab vor ca. 2 Mio. Jahren) kühlte sich das Klima ab.
Flüsse schnitten sich in die Harzhochflächen ein. So entstanden die reizvollen
Täler von Bode und Selke. Während der Elster-Eiszeit berührten die Eismassen
nur einen kleinen Teil des Unterharzes. Die Eismassen der Saale-Eiszeit kamen nur bis an den
Harznordrand.
Hercynisch
Hercynisch oder Herzynisch bezeichnet in der Geologie das Streichen eines Gebirgszuges in NW-SO-Richtung.
Die hingegen fast genau rechtwinklig dazu verlaufende NO-SW-Richtung nennt man variszisch.
Diese Begriffsdefinition wird sowohl für die Richtung der Verwerfung wie auch für das Streichen von
Schichten benutzt. Der Begriff ist abgeleitet von dem antiken Namen Hercynia silva = Herzynischer Wald
für die deutschen Mittelgebirge.
Hegau
Der Hegau ist eine vulkanisch geprägte Landschaft in Süddeutschland zwischen Bodensee im Osten,
Hochrhein im Süden, Donau im Norden und dem Randen als südwestlichem
Ausläufer der Schwäbischen
Alb (bzw. dem Schweizer Kanton Schaffhausen) im Westen.Phonolithberge (östliche Reihe):
Hohentwiel (686 m), siehe auch Festung Hohentwiel - Festung auf Anweisung von Napoleon 1800 geschliffen.
Hohenkrähen (643 m) als kleinster, steilster und zugleich markantester Kegel.
Mägdeberg (665 m): Die umfangreiche Burgruine auf dem gleichnamigen Phonolithkegel
Basaltberge (westliche Reihe):
Hohenstoffeln (844 m): Basaltberg mit ehemals drei Burgruinen Vorder-, Mittel- und Hinterstoffeln.
Hohenhewen (846 m), auch Hohenhöwen genannt: Burgruine auf dem gleichnamigen Basaltkegel.
Neuhewen (867 m): Burgruine Neuhewen (Stettener Schlößle, Nähe Engen, erbaut um 1200.
Hewenegg (812 m): Durch Steinbruch abgetragene Burgruine, 4 km südlich von Immendingen.
Die Burg gehörte zur Herrschaft Hewen und wurde zusammen mit Neuhewen 1639 zerstört.
Ein Steinbruch bohrt sich heute 80 m tief in den Basaltkern des einstigen Vulkans ein. 400 m
südwestlich der Hauptburg befand sich eine kleine Burg (Vorburg, Burgstall genannt).
Hils
Der Hils ist ein bis 480,4 m hoher Mittelgebirgszug in den Landkreisen Holzminden
und Northeim, Niedersachsen. Ein waldreicher Mittelgebirgszug, der zum Leinebergland zählt,
schließt sich unmittelbar südöstlich an den Ith an. Er befindet sich nur etwas nordwestlich
von Einbeck zwischen Eschershausen im Westen und Delligsen im Osten.
Die höchste Erhebung im Hils ist die 480,4 m hohe Bloße Zelle, die zweithöchste der nicht weit
von diesem entfernte Großer Sohl (472 m), auf dem der nach dem Dichter Wilhelm Raabe
benannte Wilhelm-Raabe-Turm steht.
Höhle
Eine Höhle ist ein natürlicher unterirdischer Hohlraum,
der groß genug ist, um von Menschen betreten zu werden und länger als 5 Meter ist.
Nach dieser Definition sind Bergwerke und Mienen keine Höhlen.
Höhlenlehm
Am Höhlenboden sammeln sich Tonminerale, Eisenhydroxyde und feiner Quarzsand
als unlösliche Bestandteile des Kalkes und bilden zum Teil mächtige Lehmlager.
Zusätzliches Material kann von der Oberfläche eingeschwemmt werden.
Ignimbrit (lateinisch: ignis - 'Feuer' und
imbris - 'Regen') oder
Schmelztuff ist ein vulkanisches Gestein. Es besteht aus den durch die hohen
Temperaturen verschweißten Lockerprodukte eines pyroklastischen Stroms und
gehört damit zu den Schweißtuffen.
Ith
Der Ith bei Holzen.
Der Ith ist ein in Nordwest-Südost-Richtung langgestreckter Höhenzug im Leinebergland
nordöstlich von Bodenwerder in Niedersachsen, Deutschland. Mit mehr als 20 Kilometern
Länge ist der Ith der längste Klippenzug Norddeutschlands.
Der Jura bezeichnet in der Geologie die mittlere erdgeschichtliche Formation des
Erdmittelalters. Die Jurazeit begann vor etwa 195 (205) Millionen Jahren
(Ende des Trias) und endete vor etwa 135 (142) Millionen Jahren (Beginn der Kreide).
Calciumcarbonat wird von wässrigen Lösungen des Kohlendioxids chemisch angegriffen.
Diese Korrosion führt zur Höhlenbildung. Kalk ist das verbreiteste Höhlengestein.
Kalkspat
siehe Kalzit
Kalkstein
Kalkstein ist ein biogenes Sedimentgestein, das hauptsächlich aus Kalziumcarbonat
in den beiden Mineralformen Kalzit und Aragonit
(beide CaCO3) sowie aus Dolomit
(CaMg(CO3)2) besteht.
Kalzit
Kalzit.
Kalzit (Calcit oder Kalkspat) ist ein Mineral der Karbonatgruppe, das
im trigonalen Kristallsystem kristallisiert mit dem Härtegrad 3. Es ist
das mit Abstand häufigste Sintermaterial. Chemisch ist Kalzit ein
Calciumcarbonat mit der chemische Formel CaCO3.
Karbon
Karbon - Piesberg.
Das Karbon ist eine Periode der Erdgeschichte. Es wurde bereits 1822 in England als
geologische Periode eingeführt. Namensgebend sind die weltweit verbreiteten
Kohleflöze vor allem im Oberkarbon (lateinisch carbo - Kohle).
Das Karbon begann vor 359 Millionen Jahren und endete vor 299 Millionen Jahren.
Die zeitlichen Grenzen zum älteren Devon und jüngeren Perm werden durch radiometrische Datierungen
des Alters von Grenzsedimenten ermittelt. Die stratigraphische Gliederung des Karbon wird regional
sehr unterschiedlich vorgenommen, ist aber jeweils in sich sehr konstant.
Das Oberkarbon wird auch Siles, das Unterkarbon Dinant genannt.
Die biostratigraphische Zonengliederung beruht hauptsächlich auf marinen Organismengruppen:
Goniatiten, Conodonten vermutlich Zähne von Tieren
unbestimmter Stellung, phosphatisches Material, Armfüßer, Korallen und Großforaminiferen.
Im Oberkarbon fußt die biostratigraphische Gliederung in terrestrischen Ablagerungen zum Teil
auch auf Landpflanzen. In Niedersachsen befinden sich Karbonschichten bei Ibbenbüren und Uffeln,
im Wiehengebirge.
Karbid
In einem sog. Karbidentwickler reagiert Calciumkarbid mit Wasser zu Calciumhydroxid und dem leicht
entzündlichen Acetylen-Gas. Dieses Gas wird an einer Brennerdüse entzündet und bietet eine helle,
nur schwach rußende Flamme. Als Abfallprodukt entsteht Calciumhydroxid, das alkalisch und somit tödlich
für Kleinstlebewesen ist. Daher bitte nie in der Natur entleeren!
Karstformen: Exokarst (Oberflächenkarst)
Karren (Schratten) sind die Kleinform der Korrosion und können eine Größe von einigen Millimetern
bis zu wenigen Metern aufweisen. Das Wort "kar" steht im althochdeutsch für Gefäß. Der Name der Karren
bezeichnet auch die jeweilige Form. So gibt es u.a. Rinnen-, Rillen-, Tritt-, Hohl-, Spitz-, Flach-
Brandungs- und Wandkarren. Karren können durch abfließendes Niederschlagswasser und oder durch biogenes CO2
aus Humuspolstern entstehen. Brandungskarren sind hauptsächlich auf die Mischungskorrosion von Niederschlagswasser
und Meerwasser zurückzuführen. Durch Abbauvorgänge organischer Substanzen entstehendes biogenes CO2 und
ablaufendes CO2-reiches Niederschlagswasser erzeugen Korossionsmulden (KM) und Rillenkarren (RK).
Kalksinter, Kieselsinter, Hydratsinter
Sinter sind festländische Ausscheidungen an Austritten mineralisierter Wässer,
wie heiße Quellen,Fumarolen, Solfataren und Geysir. Sie entstehen bei Druck- und Temperaturänderungen;
bzw. durch Oxidationen sowie bei CO2-Entzug (wie Kalksinter)
Kalksinter
Wasserbaum - Ockensen.
Die Begriffsdefinition bei festländischen Kalksteinbildungen sind leider sehr uneinheitlich,
wobei sich die Nomenklatur von Autor zu Autor unterscheidet und irreführende Verwechslungen
entstehen können. Dazu kommt auch noch eine große Anzahl von Handelsbezeichnungen, um die Verwirrung
komplett zu machen. Kalksinter gehören zur Familie der Kalkgesteine, zumeist mineralische, kalkige
Quellausscheidungen (Fumarolen, Solfataren, Geysire) und die ihnen ähnlichen Tropfsteine. Sinter
bilden sich als Aggregate in Form von Überzügen oder Rinden; an Berghängen auch als Terrassen.
In-situ Sinterbildungen kann man sehr gut an Geysiren und heißen Quellen beobachten.
Karren
Karren sind Lösungsformen von Gesteinen, insbesondere Kalk und Gips, die durch chemische Auflösung
entstehen. Sie sind typisch für Karstgebiete, treten sowohl in Höhlen als auch an der Oberfläche auf.
Der Name Karren stammt aus den nördlichen Kalkalpen in Österreich, wo es große hochalpine Karstgebiete
gibt, in denen Karren sehr häufig auftreten.
Kalktuff
Tuff, Tuffstein, nicht zu verwechseln mit dem vulkanisch-pyroklastischen Tuff ist ein meist lockerer,
tw. unverfestiger Kalkstein, welcher aus Kalkabsatz an Quellaustritten entsteht. Für manche Autoren
ist der Tuffstein auch Synonym für Travertin oder Kalksinter. Verwendet im Gewölbebau und
zur Ausfüllung von Fachwerken - Gefache reiner Kalktuff als gebrannter Kalk.
Kieselsinter
silikatischer Sinter, Opalsinter ; engl. siliceous sinter, opaline sinter
Kieselsinter gehört zur Familie der Kieselgesteine, d.h. zu den nichtklastischen Sedimentiten
mit einem SiO2-Gehalt von min. 50%. Er ensteht durch kieselige Quellausscheidung oder
als organische, durch Mitwirkung von Algen hervorgerufene Kieselausfällung. Porös oder in festen
Krusten, meist weiß, tw. auch in anderen Farbtönen, je nach chemischer Zusammensetzung.
Verschiedentlich bilden sich Kieselsinter aus sauren Wässern zusammen mit Fe-, Mn-, As-, Al-, Cu-Hydraten
und S und Cl-Verbindungen.
Karst
Nach der istrischen (Nord-Kroatien) Region benannter Landschaftstyp mit überwiegend
unterirdischer Entwässerung.
Als Karst bezeichnet man eine durch Erosionsvorgänge gebildete
Landschaftsform in Dolomit- Kalk-, Gips- und Salzgesteinen. Für Karstlandschaften typisch
sind sind zerklüftete Felsen, Einsturztrichter und Höhlen.
Klüfte
Das Gestein mehr oder weniger senkrecht zerteilende Fugen. Wasserwegsame Klüfte
und die waagerecht liegenden Schichtfugen sind Vorbedingungen einer Höhlenbildung.
Koprolithen
sind versteinerte Exkremente fossiler Tiere. Wie die
Bewegungsspuren sind auch sie oft einer der wenigen Beweise von der Existenz oder vom örtlichen
Vorkommen von Organismen, die selbst nur wenige fossilisationsfähige Körperteile besitzen.
Verhältnismäßig häufig sind die Exkremente von Säugetieren,
besonders aus dem Pleistozän.
Durch die Analyse von Koprolithen der nordamerikanischen Faultiere (Gravigrada) konnten die
Wissenschaftler sogar feststellen, von welchen Pflanzenarten sich die Tiere ernährten.
Korallenoolith
Als Korallenoolith wird in der Lithostratigrafie Norddeutschlands eine
Gesteinsformation aus dem oberen Jura (Malm) bezeichnet, die vor ca. 155 bis 150 Mio.
Jahren sich abgelagerte. Der Korallenoolith umfasst mehrere Schichtstufen aus
Sedimentgesteinen, darunter die charakteristischen Kalkoolithe und oolithisches Eisenerz.
Die Sedimentation erfolgte in der Flachwasserzone eines Meeres, in der auf Grund
der geringen Wassertiefe genügend Licht für das Wachstum von Korallen möglich war. Der Hohenstein im Süntel besteht aus dem grauen Kalkstein des Korallenoolith.
In zahlreichen Steinbrüchen Norddeutschlands werden aus den Kalkstein-Schichten des Korallenoolith
Schotter und Splitt für den Straßenbau gewonnen (z. B. im Riesenberg Steinbruch).
Oolithisches Eisenerz wird beispielsweise im Wesergebirge abgebaut, wo es in einer Mächtigkeit von
bis zu 25 Meter vorkam.
Kraichgau
Der Kraichgau ist eine Hügel-Landschaft zwischen Odenwald (im Norden), Schwarzwald (im Süden),
Oberrheinischer Tiefebene (im Westen) und den etwas höheren Hügellandschaften Stromberg und Heuchelberg
(im Osten). Er wird häufig - wie auch das Markgräflerland - auch als "badische Toskana" bezeichnet.
Kreide
Die Kreide oder Kreidezeit ist das jüngste erdgeschichtliche Zeitalter am Ende des Mesozoikums
(Erdmittelalter). Sie begann vor etwa 135 Millionen Jahren (Ende des Jura) und endete vor etwa 65
Millionen Jahren (Beginn des Känozoikums mit dem Paläogen).
Löß (auch Löss) ist ein durch den Wind abgelagertes Gestein, das aus der
Zerstörung anderer Gesteine hervorgegangen ist.
Lößkindl
Lößkindl/Lößpuppe.
Bei der Verwitterung entsteht der sogenannte Lößlehm. Erster Schritt ist eine von oben beginnende
Entkalkung. Der in den oberen Horizonten gelöste Kalk fällt oft in tieferen Bereichen als
Konkretionen aus.
Diese bis faustgroßen Gebilde werden als Lößkindl oder Lößpuppen bezeichnet.
Die häufig im Löß anzutreffende Lößfauna enthält meist Schalen von Landschnecken,
aber auch Reste des Mammuts, des wollhaarigen Nashorns und vieler Nagetiere, die ihre Wohnhöhlen
in den Löß gegraben haben.
ist mineralogisch reiner Gipsspat. Durchsichtig, Ritzbar mit Finger, Spaltbar. Vorkommen in den
meisten Gipslagerstätten in Deutschland im Keuper Nordbayerns und Hessen sowie bei
Jena-Thüringen.
Marienglas ist schon seit der Antike bekannt. Apelles (Griechischer Maler) benutzte
Marienglas als Überzug für seine Gemälde. Seit der Gotik wird Marienglas als Füllmittelstoff
für weisse Farben benutzt, auch für Tafelmalereien und Restaurierungen fand Marienglas
verwendung.
Megachiroptera
Flughunde, siehe unter Fledertiere
Microchiroptera
Fledermäuse, siehe unter Fledertiere
Mischkorrosion
Grundlegender Prozeß der Höhlenbildung in Kalken und Dolomiten.
Bei Aufeinandertreffen von zwar kalkgesättigten aber mit unterschiedlichen
CO2-Druck belasteten Wässer (z.B. an Kluftkreuzungen) wird erneut
CO2 freigesetzt und kann das gemischte Wasser kalkaggresiv machen.
Muschelkalk
Muschelkalk - Bremerberg.
Als Muschelkalk wird die mittlere Stufe des Trias (drei) zwischen Buntsandstein und Keuper
bezeichnet. Wie der Name schon sagt, entstand der Muschelkalk in Mitteleuropa im flachen Trias-Meer durch
Ablagerung von fossilienführenden Kalken. Die namensgebenden Muscheln die teilweise gesteinsbildend
auftreten, sind allerdings keine Muscheln sondern Armfüßer (Brachiopoda).
Die Gesteinsbildung begann vor etwa 215 - 205 Millionen Jahren.
Muschelkalk besteht aus dem oberen, mittleren und unteren Muschelkalk - Schichten.
Unter Naturschutz versteht man alle Untersuchungen und Maßnahmen, die der
Erhaltung und/oder Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes
dienen. Der Naturhaushalt soll als Lebensgrundlage des Menschen geschützt werden.
Nummulithenkalk
Foraminiferen, oder Nummuliten (lat. nummulus 'kleines Geldstück')
daher auch 'Münzsteine' genannt, welche erstmals in der obersten Kreide fossil in Erscheinung traten
und ihre Blütezeit im frühen Tertiär vor allem im Tethysmeer erlebten.
In den Sedimentgesteinen dieses Zeitabschnitts ist diese formenreiche Gruppe als Leitfossil von
großer Bedeutung. Die bis in die Gegenwart existierenden Nummuliten bewohnen die Bodenregion
tropischer und subtropischer Meere, bevorzugt im flachen Küstenbereich. Bei Nummuliten handelt es
sich um Großforaminiferen, die bis zu 15 Zentimeter im Durchmesser, typischerweise sind es 1 bis 2 cm,
erreichen können.
Ihre Schalen können sich zu so großen Massen anhäufen, dass sie gesteinsbildend werden,
so beispielsweise bei den Nummulitenkalken aus dem Alttertiär. Steinbrüche in der
Nähe lieferten die Blöcke aus eozänem Nummulitenkalkstein mit dem annähernd 60% der
Pyramiden von Gizeh erbaut wurden. Als Herodot Ägypten besuchte, hielt er die Nummuliten für
versteinerte Linsen, Reste der Mahlzeiten der Pyramidenarbeiter.
Eine bedeutende Fundstätte für tertiäre Formen in Deutschland liegt in der Starzlachklamm.
Der Onyx ist eine zweifarbige, geschichteter und faseriger Chalcedon, der wiederum eine Varität
des Quarzes ist. Achat ist eine ähnliche, aber vielfarbige Varität. Chemisch: Siliziumdioxyd.
Bekannte Fundorte sind. Brasilien, Madakaskar, Mexiko, Uruguay, USA, Pakistan.
Aufgrund seiner tiefschwarzen Farbe ist er sehr beliebt als Ring-und Schmuckstein. Er wird auch oft für das
Schnitzen von Gemmen verwendet. Trotzdem wird der Travertin manchmal aus Unwissenheit auch als Onyx bezeichnet.
Obwohl der Onyx eine schwarze Farbe, dagegen der Travertin eine eher helle, beige bis ocker Tönung hat.
Osning-Sandstein
Als Osning-Sandstein wird ein Sandstein bezeichnet, der regional im früher
Osning genannten Teutoburger Wald in Deutschland vorkommt, und dessen
"geologisches Rückgrat" bildet. Bis Ende des 20. Jahrhunderts wurde dieses
Gestein als Bau- und Werkstein in etlichen Steinbrüchen abgebaut.
Ozokerit
Erd-, Bergwachs ist ein Mineral, eine Kohlenwasserstoffverbindung, wachshaltig, besonders
zu Zeresin verarbeitet (Lederkonservierung).
Im Süntel bei Hammelspringe in geringen Mengen gefunden.
Die Paläontologie ist die Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter.
Gegenstand paläontologischer Forschung sind in Sedimentgesteinen vorkommende
Organismenreste und Hinweise aller Art auf vorzeitliche Lebewesen, die als
Fossilien bezeichnet werden.
Perm
Perm/Rotliegendes - Bebertal.
Das Perm ist auf der Geologischen Zeitskala die letzte Periode in der Ära
des Paläozoikums an der Grenze zum Mesozoikum und dauerte etwa 50 Millionen Jahre.
Das Perm ist in Deutschland unterteilt in die Epochen des Rotliegend und des Zechstein.
Während des Perm herrschte in vielen Gebieten der Erde ein relativ trockenes Klima, die reichsten
Salzlagerstätten der Erdgeschichte entstanden in dieser Zeit.
Höhepunkte während des Perm: zwischen dem heutigen Madagaskar und Afrika
zeigten sich die ersten Spuren vom tektonischen Zerfall Gondwanas, Pangaea begann
sich zu bilden, die Tethys war weitgehend subduziert, die Auffaltung der Varisziden
beendet und der Ural faltete sich auf.
Petrogaphie
Als Gesteinskunde die Wissenschaft, die sich mit der chemischen Zusammensetzung und
den kristallinen Eigenschaften von Gesteinen beschäftigt
Phäenotyp
oder Erscheinungsbild umfaßt alle äußerlich erfassbaren Merkmale eines Individuums
es bezieht sich auf strukturelle und physiologische Eigenschaften.
Phreatisch
Bereich unter den Karstwasserspiegel; Wasser fließt ohne freie Oberfläche unter Druck.
Primärhöhlen
Sie entstehen schon bei der Bildung ders Umgebungsgesteins, z.B. Tuffhöhlen
und Lavahöhlen.
Pyroklastische Ströme
Pyroklastische Ströme treten in Zusammenhang mit felsigen, also Quarz und feldspatreichen,
seltener intermediären, aber in jedem Falle Vulkanisches Gas - gasreichen Magmen auf. Steigt Magma
in einem Vulkan auf, sinkt der Druck und damit nimmt die Gaslöslichkeit im Magma ab. In der Folge
entstehen Gasblasen, welche aber aufgrund der Zähigkeit des Magmas vorerst nicht entweichen können.
Durch den ansteigenden Gasdruck verfestigt sich das Magma breiförmig und kann bei einem Austritt nicht
mehr abfließen. Das dickflüssige Magma schiebt sich übereinander und bildet eine so
genannte Staukuppe (auch als Lavadom oder, bei spitzeren Formen, als Lavanadel bezeichnet).
Ab einer bestimmten Höhe (etwa ab 40 bis 160 Metern) wird das zähflüssige, halbstarre
Gebilde instabil und kann kollabieren. Die Gesteinsbrocken und das Magma werden zu Asche gemahlen und
gleiten zusammen mit den austretenden Gasen mit bis zu 400 - 160 Kilometern pro Stunde den Hang hinab,
wobei alles vernichtet wird, was dieser alles pulverisierenden Wolke im Weg steht. Im Inneren des
Stroms können Temperaturen bis zu 800 / 160 C herrschen. Bei einem Ausbruch des Kagoshima in Japan
legte ein Strom eine Strecke von 60 bis 160 Kilometern zurück, wobei er sogar zehn Kilometer
offenes Meer übersprang. Besonders berühmt für seine pyroklastischen Ströme ist
der Unzen in Japan. Während seiner letzten Aktivphase (1990 - 1995) schickte er über 175 von
ihnen ins Tal. Am 3. Juni 1991 starben dort das Ehepaar Katja und Maurice Krafft. Sowie der ebenfalls sehr
berühmte Vulkanologe Harry Glicken und 40 weitere Personen.
Polje
Dies ist eigentlich keine Karsterscheinung, aber mit dem Karst sehr eng verbunden.
Meist handelt es sich um eine größere Hohlform, deren Wände relativ steil sind, deren Grund aber flach
ist. Sie sind deutlich von Dolinen oder Erdfällen zu unterscheiden.
Ponor
Ein Ponor ist eine Stelle an der ein Oberflächengewässer, ein Bach, Fluss oder See von der
Erdoberfläche verschwindet. Im deutschen Unterscheidet man Ponore in Schwinden und Schlinger.
Quarzit ist ein fein- bis mittelkörniges Gestein meist weissgrauer Farbe.
Durch Verunreinigungen von Magnetit und Pyrit ist es manchmal auch braun oder
grau gefärbt. Da Quarzit fast ausschließlich aus miteinander verbundenen
rekristallisierten Quarzkörnern besteht, handelt es sich um ein sehr hartes,
gegenüber Verwitterung widerstandsfähiges Gestein.
Ein Rhombus ist ein Viereck mit parallelen Seiten, dessen benachbarte Winkel
in der Summe 180° ergeben und dessen einander gegenüber liegenden Winkel gleich
groß sind.
Mit Treppen, Wegen und Beleuchtung hergerichtete Höhlen, die gegen Entgeld ohne
spezielle Ausrüstung besichtigt werden können.
Schmelztuff
siehe unter Ignimbrit.
Schlangengips
Schlangengips - Barbarossahöhle.
Die Entstehung von Schlangengips ist in der Geologie noch immer unklar. Sie vollzog sich
auf jedenfall mit Sicherheit zu der Zeit, als der ausgefällte Anhydrit noch als Schlamm
am Meeresgrund lag. Aufgrund von Bewegungen rutschten einzelne Schichten und falteten sich auf.
Es entstanden Bewegungsfalten von kleinsten Fältelungen.
Schlotte
Synonym für eine unterirdische Höhle, welche durch Auswaschen leicht löslichen Gesteinsmaterials
(Gips) entstanden ist.
Schluf, schliefen
Engstellen in Höhlen, bzw. das Durchkriechen solcher Engstellen. Unbekannte
Schlüfe möglichst nie mit dem Kopf voran angehen, beim Festklemmen des Körpers
ist Hilfe dann nicht schnell genug möglich. Sehr enge Schlüfe sollten nur von
erfahrenen Höhlenforschern versucht werden!
Sekundärhöhlen
Höhlen, die erst nach der Bildung des Gesteins entstanden, beispielsweise durch
Korrosion.
Sinter
Aus wässrigen Lösungen ausfallende Mineralbildungen, in Höhlen ist es in der Regel
Kalzit, der durch CO2-Abgabe aus Sickerwässern auskristallisiert.
Sinterbecken
Sinterbecken entstehen da, wo kalkreiches Wasser über eine
Schwelle abfließt. Aufgrund der Entgasung an der Kante der Schwelle kommt es zur Kalkabscheidung,
bis zur Bildung eines Beckens.An der Wasseroberfläche der Becken diffundiert
CO2 aus, so daß es zur Bildung von Kalzitkristallen kommt, die sogar
teilweise durch die Oberflächenspannung auf dem Wasser schwimmen.
Siphon
Unter Wasser liegende Höhlenstrecke, die durchtaucht werden muß.
Speläologie
Der Begriff Speläologie (lateinisch: spelaeum
- 'Höhle') ist der Fachbegriff für Höhlenforschung/Höhlenkunde. Öfters wird auch
die Schreibweise 'speleo' anstelle 'speläo' verwendet. Ziel der Speläologie
ist die Erforschung (und der Schutz) von Höhlen und
Karsterscheinungen.
Sprudelstein
An heißen Quellen abgelagerter Kalksinter aus Calcit und Aragonit durch Fe-Verbindungen oft
braun oder rötlich gefärbt. Verwendung zu kunstgewerblichen gegenständen.
Stalagmiten
Auf dem Boden aufwachsende Tropfsteine. Nach den Formen unterscheidet man Kerzen-
und Palmstammstalagmiten. Sie entstehen durch auftropfendes Wasser.
Stalaktiten
Von der Decke hängende Tropfsteine, die durch abrinnendes und abtropfendes Wasser
entstehen.
Stromatoporen
Eine der wichtigsten riffbildende Tiergruppen im Erdaltertum waren die Stromatoporen.
Eine deutsche Bezeichnung gibt es für diese Tiergruppe nicht. Im Iberger Riff bilden sie die
bedeutendsten kalkabscheidenden Organismen. Ihre Stellung in der Biosystematik ist umstritten, doch
werden sie heutzutage den Schwämmen zugeordnet. Insbesondere in der Zeit des Silurs und Devons,
von vor ca. 440 bis ca. 370 Millionen Jahren, waren sie als Riffbauer aktiv. Vermutlich starben
sie in der Kreidezeit aus.
Als Thermolumineszenz wird die Eigenschaft eines Stoffes bezeichnet, nach erstmaligem Erhitzen
und darauffolgender Erkaltungszeit Licht abzugeben. Die dafür nötige Energie wurde vorher in
angeregten metastabilen Elektronenzuständen gespeichert. Die Thermolumineszenz wird in der Archäologie
als Methode zur Altersbestimmung von Keramikobjekten oder anderweitig gebrannten Artefakten verwendet.
Sie dient dabei als Ergänzung zur Radiokarbonmethode (auch: C14-Datierung), insbesondere dort,
wo Datierungen jenseits der begrenzten Reichweite von C14 benötigt werden oder wo kein organisches
Material zur Verfügung steht.
Travertin
Travertin ist ein in hohem Maße poröse bis offenporige Varietät des
Kalksintersteins, der auf organischem oder anorganischem Wege an Quellaustritten
kalkgesättigten Wassers ausgefällt wird. Dichter Kalksinterstein, der als rein anorganische
Ausfällung an heißen Quellaustritten entsteht, wird irrtümlich unter Kunsthistorikern als
'Onyx' bezeichnet und auch als Onyx verkauft (Tischplatten, Raumteiler).
Trias
Die Trias begann vor 251 Millionen Jahren und endete vor 200 Millionen Jahren. Die Grenzen zum
nachfolgenden Jura und zum vorhergehenden Perm werden durch Massenaussterben markiert und sind durch
absolute Datierungen mittels Radioaktivität von Gesteinen abgesichert.
Aus der alpinen Trias die aus den Ablagerungen des Tethys-Meeres besteht.
Das Skyth entspricht dabei als älteste Trias-Formation der Untertrias, die Mittlere Trias
besteht aus Anis und Ladin, die Obertrias ist durch Karn, Nor und Rhät repräsentiert.
Die stratigrafische Gliederung der Trias beruht hauptsächlich auf der Gruppe der Ammonoideen;
Vermutlich hatten nur zwei Gattungen die Wende Perm/Trias überlebt, schon in der untersten Trias
lassen sich aber schon wieder über 100 Gattungen belegen. Weitere wichtige Leitfossilien sind außerdem
Conodonten, Bivalven (Muscheln), Crinoiden, Kalkalgen besonders Dasycladaceen (Wirtelalgen) und Ostracoda.
Tropfsteine
Entstehen durch kohlensäurehaltiges Wasser welches durch den Karst fließt, dadurch löst
sich der Kalkstein bis zur Kalksättigung in sich auf. Wenn es dann auf einen Hohlraum trifft,
fließt das Sickerwasser an der Decke entlang, verliert an Fließgeschwindigkeit und bildet
auf Grund der Oberflächenspannung Tropfen. Dabei gibt es Kohlenstoffdioxid (CO2) ab,
was zur Ausfällung von kristallinem Calciumcarbonat (CaCO3) führt.
Dieser Sinter-Kalk bildet den von der Decke herabhängenden Tropfstein, den Stalaktiten.
Der auf den Boden auftreffende Tropfen enthält noch etwas Kalk. Beim Aufprall des Tropfens
wird nochmals (CO2) freigesetzt und Kalk fällt aus. Entsprechend wächst ein weiterer
Tropfstein vom Boden in die Höhe und bildet einen Stalagmiten. Stalagmiten und Stalaktiten
können auch als Säule zusammenwachsen und werden dann Stalagnat genannt.
Die Verdunstung des Wassers spielt nur in wenigen Höhlen bzw. Höhlenteilen,
z. B. an Höhleneingängen eine Rolle. Durch im Wasser gelöste Mineralien können
Tropfsteine unterschiedliche Färbungen
aufweisen.
Trilobiten
Trilobit.
Trilobiten zu (griech. trilobos - dreilappig) Dreilapper,
ausgestorbene Klasse meist 3-8 cm, maximal 75 cm langer meeresbewohnender Gliederfüßer.
Der Körper war von einem Rückenpanzer bedeckt, der in drei gelenkig miteinander
verbundenen Abschnitte gegliedert war. Blütezeit der Trilobiten war im Oberkambrium und Ordovizium.
Insgesamt gab es etwa 1.500 Gattungen.
Bereich über dem Karstgrundwasserspiegel, Bereich der Sickerwässer und frei
fließender Höhlenbäche.
Voronya-Höhle
Die Voronya-Höhle ist eine Höhle in Georgien. Die Kalksteinhöhle befindet
sich im Arabika-Massiv im westlichen Kaukasus. Mit vertikal mindestens
2.164 Metern ist sie die tiefste bekannte Höhle der Welt.
Eine Warve (Jahresschicht) umfasst die Sedimentation eines Jahres in Seen oder
im Meer. Eine Warve baut sich aus mehreren unterscheidbaren Teillagen auf.
Zur Bildung von Warven sind in Jahresrhythmus wechselnde Sedimentationsverhältnisse
notwendig. Bei Vorliegen von Warven im Sediment kann, wie bei Baumringen,
durch Auszählen der Warven das Alter des Sediments präzise ermittelt werden.
Weiterhin schwanken die Mächtigkeiten der Jahresschichten und ihre interne Struktur
in Abhängigkeit von einwirkenden äußeren Parametern, wie z.B. Klima.